Winzer-Weine

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Winzer Pierre Overnoy

Overnoy, Pierre

Meine Weine sind auf natürliche Art und Weise hergestellt. Das bedeutet für den Weinberg:

  • - eine Bepflanzung mit Rebstöcken ohne große Zwischenräume,
  • - mechanisch bearbeitete Böden (Pflügen statt chemische Unkrautvernichtung),
  • - keine chemische Düngung
  • - Bekämpfung des Mehltau, einer Pilzkrankheit der Rebe (Peronospera, Echter Mehltau), sowie des Grauschimmel mit Hilfe der „Bordelaiser Brühe“,
  • - Vinifikation der Weine ohne Schwefel (S02) und Filtration (deshalb: Depotbildung).

Warum auf diese Art und Weise verfahren? Ich suche:

 

Die EIGENHEIT
Die REINHEIT
Die ALTERUNGSFÄHIGKEIT der Weine.

Die EIGENHEIT

Der Zwischenraum zwischen den Rebstöcken wird reduziert, so daß ihre Wurzeln gezwungen werden, ihr Wachstum nach unten auszurichten und ihre Nahrung aus größeren Bodentiefen zu entnehmen, um hier feinste mineralische Aromen zu gewinnen, die besonders in den Weißweinen aufzufinden sind. Außerdem ergibt die damit einhergehende Reduktion der Trauben pro Rebstock eine viel größere Konzentration natürlicher Elemente.
Das Pflügen der Weinberge dient der Beschneidung derjenigen Wurzeln, die an die Ober-fläche dringen, um dort, wo es große Mengen Kalium (Pottasche) gibt, ihre Nahrung aufzunehmen. Die Aufnahme dieser Kaliummengen kann zur Entsäuerung des Weins führen, weshalb der Winzer gezwungen sein mag, im Zuge der Produktionsjahre seinen Wein aufzusäuern.
Eine solche Maßnahme führt aber zum Verlust der Reinheit des Weins.
Das Pflügen eliminiert aber auch die schädlichen Unkräuter. Ich benutze daher keinerlei Unkrautvernichtungsmittel, da sie zahlreiche Hefepilze abtöten. Eine solche Störung im natürlichen Gleichgewicht der Hefepilzpopulation erlaubt keine Gärung ohne Einsatz von Schwefel mehr.
Ich nehme also den Kampf gegen die Krankheit mit Hilfe von Mitteln auf, die nur schwach schädlich für die Hefepilze sind. Auf diese Weise wird das Maximum der Pilzstämme,-sorten und –familien weinbergsgebundener Hefen erhalten und die Zuflucht zu industriellen Hefen unterbunden.
Der Wein fermentiert mit Hilfe dieser „schönen heilen Welt“, ohne Schwefel also. Das So2 tötet einen Anteil der Hefen, weil sie von der modernen Önologie als unerwünscht klassifiziert werden. Aber gerade sie geben dem entstehenden Wein eine große aromatische und geschmackliche Fülle, von der ich glaube, daß sie von kapitaler Bedeutung für die Herstellung eines großen Weins ist. Wir sind uns natürlich darüber bewußt, daß uns diese Hefen mitunter „ihre Streiche spielen“ können.
Was die industriellen Hefen (Reinzuchthefen) betrifft, so ist klar, daß sie dem Winzer für die Zeit der Fermentation Sicherheit geben. Ich habe mich trotzdem entschieden, mich auf die Natur und ihre Schwierigkeiten sowie Risiken einzulassen. So erlange ich einen wesentlich unverfälschteren Charakter von Rebsorte und Boden, als das die moderne Technologie mit ihrem Sicherheitsdenken und ihren Produktstandardisierungen vermag.

Die REINHEIT

Ich vermeide jedweden Einsatz von Chemie in meinen Weinen. Das gilt sowohl für die Phase der Fermentation als auch für den Moment der Abfüllung. Da die konservierende Rolle des Schwefels für meine Weine nicht in Betracht kommt, müssen sie entsprechend unter angemessenen Bedingungen transportiert und gelagert werden (möglichst in Kellern mit Temperaturen von 8 Grad Celsius im Winter bzw. 14 Grad Celsius im Sommer).

Die ALTERUNGSFÄHIGKEIT

Die alkoholische Gärung vollzieht sich – wie gesagt – mit Hilfe einer bedeutenden Menge weinbergsheimischer Hefen. Nach ihrer Arbeit sterben sie ab „in guter Gesundheit“, sie zersetzen sich und geben dabei dem Wein die Mittel, welche er für ein langes Leben benötigt (Autolyse der Hefen).
Vor der Abfüllung wird mein Wein nicht filtriert, um ihm sein ganzes Potential an natürlichen Stoffen zu lassen. Aus diesem Grund zeigt sich in der Flasche oft ein deutliches Depot, das in unterschiedlichen Formen auftritt (leichte und schwere Trubteilchen, Kristalle). Es wäre in jedem Falle schade, mit der Filtration die Mühen um ein reiches natürliches Weinpotential ad absurdum zu führen.
Einen Wein auf diese Art herzustellen heißt nicht, einen bequemen Weg zu wählen, zumal der Käufer, da er seit langer Zeit nicht mehr an eine solche Art von Produkt gewohnt ist, oftmals überrascht wird, vor allem wenn es sich um einen Wein handelt, der im Sinne der Autolyse natürlicher Hefen produziert wurde, aber noch jung ist (weniger als vier oder fünf Jahre alt).
Ich betrachte den Schwefel als ein Mittel der Zuflucht. Er findet bei mir nur im äußersten Notfall Anwendung, und zwar in sehr geringen Dosierungen. Meine Vinifikationsmethode basiert jedoch auf der Aussparung dieses chemischen Produkts mit dem Ziel, den Wein und diejenigen, die ihn trinken, zu respektieren.

In herzlicher Freundschaft
Ihr Winzer Pierre Overnoy

(ins Deutsche übertragen von K.Kosok)

Die Weine von Pierre Overnoy und seinem begnadetem Nachfolger M. Houillon finden Sie hier...